Bidenhänder

Das zweihändige Schwert oder auch Bidenhänder, entstand zum Ende des Mittelalters und wurde von besonderen Kriegsknechten geführt. In dieser Zeit kämpfte die Infanterie in dichten, rechteckigen Formationen und führte als Hauptwaffe die mehrere Meter lange Pike, mit der zur Front hin eine schier undurchdringliche Hecke von Pikenspitzen entstand. Sekundiert wurden die Pikeniere durch Helmbardenträger und „Schwertspieler“, die den Bidenhänder führten und zuweilen doppelten Sold bezogen und daher Doppelsöldner genannt wurden.
Stießen zwei pikenbewehrte Kriegshaufen aufeinander brachen aus der Formation die Hellebardenträger und Schwertspieler hervor und drangen in die gegnerische Formation ein. Der Schwertspieler hieb mit seinem Bidenhänder eine Gasse in die feindlichen Reihen frei, um die Formation zu erschüttern. Aus dieser Zeit soll der Begriff „Gassenhauer“ überliefert sein.
Ob diese Waffe immer in dieser Weise effektiv eingesetzt worden konnte, kann bezweifelt werden. Fest steht allerdings, dass dieser Typ wenigstens als Zeremonialwaffe, aber auch als Dekoration viel zum Einsatz kam.

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