Helme

Der Kopf als wichtigstes Angriffsziel benötigte einen besonderen Schutz. Dieser musste sich jedoch den sich verändernden Kampfumständen anpassen.
Seit Mitte des 16. Jh. wurde die Sturmhaube und der Morion vor allem bei der Infanterie (Fußvolk) getragen. Sie boten durch den breiten Kamm und den Augenschirm bzw. der umlaufenden Krempe guten Schutz gegen Hiebe von oben, wie sie vom Pferderücken ausgeteilt werden konnten.
Für die Kavallerie (Reiterei) kam im 30-jährigen Krieg die Zischegge oder der Pappenheimer auf. Dieser Helmtyp stammt aus Osteuropa und beschränkte den Gesichtsschutz auf ein verstellbares Nasal und weiten Schirm. Der Nacken wurde durch Lamellen geschützt. Auf diese Weise erhielt der Reiter im Gefecht ein großes Gesichtsfeld bei bestem Schutz vor Hieben gegen den Kopf.
Nach dem 30.-J-Krieg verschwanden der Morion und die Sturmhaube und später auch die Zischegge. Der Schutz des Reiters beschränkte sich im. 18. Jh. auf eine kleine Haube aus Blech oder eine „Krone“ aus dickem Stahldraht unter seinem Hut, bis zum Anfang des 19. Jh. wieder die Idee einer wenigstens teilweise geharnischten schweren Kavallerie aufkam.

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