Jagdwaffen

Jagdwaffen entwickelten sich parallel zu Militärwaffen. Entsprechend ihres Einsatzbereiches, Erlegen und Zerlegen des Wildes, entstanden verschiedene spezialisierte Waffenformen. Dazu gehören Schusswaffen wie Armbrust, Schnepper, Flinte, Jagdgewehr, aber auch Klingen- und Stangenwaffen, wie Seitengewehr, Hirschfänger, Plaute und Eberspieß oder Saufeder. Hinzu kam der Wunsch nach prachtvoller Verzierung dieser Waffen, da die Jagd lange ein herrschaftliches (und heute kostenintensives) Privileg war.

Es gab eine Reihe von jagdlichen Schusswaffen, entsprechend des Beuteschemas: Schrotverschießende glattläufige Flinten mit Doppellauf dienten und dienen der Geflügeljagd. Vor Einführung von Feuerwaffen und parallel zu ihnen, als nahezu lautlose Waffe, bot sich die bolzenverschießende Armbrust und der Kugelschnepper an, letzterer war der Armbrust ähnlich und wurde hauptsächlich zur Vogeljagd verwendet. Für den präzisen Einzelschuss entwickelte sich im 18. Jh. das deutsche Jagdgewehr, erkennbar durch einen gezogenen achtkantigen und gebräunten Lauf, der Anschlagsbacke am Kolben, der Kolbenlade für Schusspflaster, dem langen Abzugsbügel und vor allem dem Stecherabzug. Die spiralförmigen Züge im Lauf verhalfen der Bleikugel zu einem stabilisierenden Drall beim Abschuss. Der vor dem eigentlichen Auslösen gezogene Stecher reduzierte den Abzugswiderstand auf ein Minimum, um das Verreißen beim Abschuss zu verhindern. Ursprünglich verwendete man das Seitengewehr oder den Hirschfänger für den Gnadenstoß des waidwunden Tieres, bis er heute zu einer reinen Zierwaffe mutierte.

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