Rüstungen des 18. bis 20. Jahrhunderts

Eine frühe und sehr erfolgreiche Form des stählernen Körperschutzes war das Kettengeflecht, das von den Kelten schon in der Antike angewandt wurde.
Die Ringe wurden aus Draht geformt und wurden einzeln vernietet.  Es greifen in einen Ring immer 4 bis 6 weitere und ergeben das Kettengeflecht.
Ein Kettenhemd besitzt je nach Größe und Ringdurchmesser zwischen 10.000 bis 30.000 Ringe. Dieser Körperschutz war sehr flexibel, schmiegte sich am Körper an und schütze besonders gegen Schnitte.
Meist wurde unter dem Hemd noch ein gepolsterter Waffenrock getragen, um die Trefferwucht abzudämpfen. Die Herstellung war einfach aber langwierig. Trotzdem wurde das Prinzip in Europa, wenigstens für Teile des Körpers, bis in die Mitte des 17. Jh. beibehalten. In vorderasiatischen Kulturkreisen sah man im Nahkampf offenbar immer noch den Schwerpunkt. Deshalb hielt man an dem vielseitigen Kettenhemd sogar bis zum Anfang des 20. Jh. fest, trotz vermehrten Einsatzes von Feuerwaffen. Allenfalls wurden Metallplatten an dem Kettenhemd im Brustbereich angebracht. In Afghanistan und Nordindien kam noch ein an der linken Schulter befestigtes rundes Schild hinzu.

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